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Kerwa 2011

Les Misérables...

Das Kerwa-Ausgraben hatte heuer mehr von einer archäologischen Expetition als von der Pflege archaischer Traditionen. Was führt uns zu dieser Annahme? Die Suche nach der Kerwa-Bombe (Kerwacus Bombastus) dehnte sich über einen Zeitraum aus, der nicht zu dem Schluss führen kann, dass deren Lage bekannte war, nicht mal, dass eine Art Schatzkarte existierte. Auch der Zuspruch der indigenen Bevölkerung, die reichlich Gastgeschenk in Form hochkonzentrierter Alkohole darbrachte führte eher weniger zur Erleuchtung des Sarazenen Ali de Garde an der Baggerschaufel. Auch der Tausch am „Bagger-Säbel“ führte zunächst nicht zum Erfolg, bis uns ein fallisches Zeichen auf dem Rücken des Basti uns den richtigen Ort der Kerwa zeigte.

Trotzdem war die Sonne schon vom Antlitz der Erde geschwunden, als wir uns aufmachten, der Bombe ihre Schätze zu entreißen. Selbst unser Beute-Bernecker hatte aber nicht mehr damit gerechnet, mit uns im kerwaischen Reichtum zu baden… Aber nur was man sich erarbeiten muss, ist ja bekanntlich wertvoll. Und so schwelgten wir im „Luxus“ als wir die Kerwa austranken!

Bilder Kerwa-Ausgraben 2011

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Auf auf zur wilden Fahrt hieß es schon am frühen Morgen des Kerwa-Samstages. Es war wieder die Zeit, um die Kerwa in die Dörfer rund um Görchnitz zu tragen oder besser sie mit dem Ladewagenfragment unseres Kerwa-Piloten Schmier dorthin zu fahren. Seulbitz vor der Metzgerei, Ützdorf (inoffizieller Stop), Görau, Döhlau, Hilpertsgraben, Laineck und Untersteinach waren die Stationen an denen es galt sich durch verbalen Blödsinn Speis und Trank zu verdienen... Und sowohl Speis als auch Trank waren reichlich vorhanden, den fleißigen und generösen Kerwa-Fans in diesen Orten sei Dank! Da machte es auch nichts mehr, dass uns das schlechte Wetter in Laineck zum Half-Indoor-Tanzen zwang und auch sonst dafür sorgte, dass die doch recht ansehnlichen Mädels sich eher fröstelnd verhüllt zeigen mussten. Und man sieht zum Ende der folgenden kleinen Fotoserie ganz genau, wie so viel Speis und vor allem Trank, dann doch an der Kondition zehrt.

Bilder Kerwa-Rumspielen 2011

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Das Martyrium war für die Pärla am Samstag aber noch nicht beendet. Traditionell galt es die Mädels auf der Feuerwehr-Kerwa zu füttern und zu tränken. Danach schwor manch sich auf alt hergebrachte weise durch zweideutiges Gefummel in der Kneipt auf den großen Gala-Abend im Saal beim Kerwa-Tanz ein. Was mach man nicht alles um angstfrei in den kochenden Löwel-Saal einzuziehen und dort den Gesang von Liebe, Laster und Verfehlung zu singen. Aber gut ham sie’s gemacht. Und auch die Gaudizocker trugen zu dem wunderbaren Kerwa-Ambiente bei. Denn keiner topp den Jürgen mit seiner Klarinette, wenn es darum geht das Treiben auf der Bühne kerwa-konform musikalisch zu unterlegen. Vielleicht lag es auch daran, dass ein neuer Kerwa-Lied-Domingo auf der Bühne erschien, um uns hoffentlich auch in Zukunft mit seinen Reimen zu beglücken -à Meeeeen :;)

Als das Werk der Sänger dann vollbracht war ging es auf zum großen Finale, wo für so manchen im übertragenen Sinn das Lied vom Tod gespielt wurde. Aber es hatte ja auch keiner behauptet, dass die Görshnitzer-Kerwa eine Wellnessveranstaltung ist.

Bilder Kerwa-Tanz 2011

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Das Wetter hatte uns am Sonntag ganz schön am Hintern. Da es nicht aufhören wollte zu regnen, mussten wir uns von der sonst üblichen Open Air Veranstaltung verabschieden und das Event in den Saal verlegen. Vielleicht musste der Himmel einfach nur darüber weinen, was er am Tag und in der Nacht zuvor gesehen hatte. Das muss dann aber wirklich horrormäßig gewesen sein, so wie es am Sonnt ag regnete…

Während also nur die eisenharten Grillmeister dem Wetter trotzten, strömten die Gäste in angesichts des kalten und nassen Wetters doch beachtlicher Zahl heran um den Kerwa-Burschen nochmals zu lauschen. Diese hatten noch in eiliger Betriebsamkeit das eine oder andere Liedchen über ihre Kontrahenten gedichtet und waren bereit sich und den Rest der Welt final noch einmal durch den feuchten Kakao zu ziehen.

Und auch bei Ihrem dritten Auftritt blieben die Pärla nichts schuldig und boten die ganze Palette Görschnitzer Kerwa-Kunst auf. Das merkte auch das Publikum und so war das schlechte Wetter durch die gute Laune, die von der Bühne versprüht wurde, wie ausgelöscht.

Die Kerwa-Pärla hatten sich damit redlich verdient zum abschließenden Essen zur Holger abzuziehen und dort ihre verlorenen Kräfte wieder aufzufüllen, was sie auch in jeglicher Hinsicht taten.

Bilder Kerwa-Sonntag 2011

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Das Eingraben der Kerwa war im Gegensatz zum Ausgraben wie erwartet wesentlich einfacher. Kerwa voll machen, ins Loch schmeißen und Erde drauf!

Nein so emotionlos läuft’s natürlich nicht! Der Ablauf ist vielmehr wie folgt:

Kerwa voll machen, tränenreiche, gefühlschwangere und bewegende Reden am Loch schwingen, Blumenmädchen anbaggern, sich mit ihr fotografieren, sich mit Blumenkranz zum Affen machen, dann Kerwa ins Loch schmeißen, Erde drauf und die restlichen Brodwerscht und Steaks vom Sonntag auffressen ;)

Bis zur nächsten Kerwa! Möge alles wieder so unperfekt gelingen, denn im Makel liegt der Reiz!

Kerwa-Eingraben 2011

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Letzte Änderung am Samstag, 19. Mai 2012 um 12:41:46 Uhr.